„Mit 300 Millionen Bio-Eiern einen Hamster abmurcksen“

Mit Skandalen im Nährbezirk befasst sich das Anfang April bei rororo erschienene Buch „Wer hat das Rind zur Sau gemacht?“ (254 S., 8,99 Euro). Timo Schadt sprach mit einem der vier Autoren, Udo Pollmer. Der streitbare Lebensmittelchemiker war mehrere Jahre lang Lehrbeauftragter für Haushalt und Ernährungswissenschaften an der Fachhochschule Fulda und ist heute wissenschaftlicher Leiter  des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V. (EU.L.E.).

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Trockene Haut

Die Haut ist ein körpereigener Mantel und somit unserer größtes Organ. Als schützende Hülle umgibt sie den menschlichen Körper und ist die Kontaktfläche zur Umwelt. Gesunde Haut ist ein effektiver Schutz, der Fremdstoffe wie krankheitserregende Bakterien, Viren oder Pilze, chemische Substanzen und Allergene daran hindert, in den Körper einzudringen. Außerdem schützt sie vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze sowie Verletzungen und verhindert einen Feuchtigkeitsverlust von innen und damit die Austrocknung des Körpers. Die Haut ist zudem ein wichtiges Sinnesorgan, über das Berührung, Kälte, Wärme, Druck und Schmerzen wahrgenommen werden.

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Haustiere & Hygiene

Gerade in den letzten Jahrzehnten hat die Anzahl der Haustiere wesentlich zugenommen. In fast jeder dritten Familie leben Fische, Katzen und Hunde. Auf dem Vormarsch sind verschiedene Nagetiere und Exoten wie Schlangen und Spinnen.

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Das richtige Raumklima

Der Mensch gehört zu den gleichwarmen Lebewesen. Seine Körperkerntemperatur muss zwischen 35,8 und 37,2 Grad Celsius liegen, um sich wohl zu fühlen. Damit er diese erhalten kann, muss sich die Temperatur des Körpermantels mit ihrer jeweiligen Umgebung „auseinandersetzen“. Liegen wir beispielsweise bewegungslos und nackt, bedarf es einer Außentemperatur von 28 bis 29,5 Grad Celsius, um die Temperatur des Körperkerns konstant zu halten. Kommt es zu anderen Temperaturverhältnissen, beginnt der Körper zu regulieren, indem er beispielsweise schwitzt beziehungsweise zittert.

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Böse Butter, gute Margarine

An der Tür des Sprechzimmers wird auf einem Plakat die „Umstellung auf pflanzliche Fette" als Maßnahme gegen Bluthochdruck empfohlen. Hinter der Tür sitzt der Allgemeinmediziner Claus Zimmermann, der im Haunetal praktiziert. In seiner Jugend war Butter ein Statussymbol, das es nur an Sonn- und Feiertagen gab. Noch heute ist das nach Erfahrung des Endvierzigers bei vielen, insbesondere älteren Menschen so. „Die lassen sich die Butter nicht vom Brot nehmen", beobachtet Zimmermann. Er ist aber davon überzeugt, dass es besser ist, „im Rahmen einer Gewichtsreduktion und bei vorliegenden erhöhten Cholesterinwerten die Zufuhr der Nahrungsfette zu reduzieren". Dabei sei er kein Dogmatiker und es sei nicht sein Ziel, dass die Patienten nur noch Margarine essen. Der Mediziner empfiehlt im Zweifel, die Butter dünner zu schmieren und rät eher „zur mediterranen Küche". In der Ernährungsberatung werde laut Zimmermann Patienten mit Gefäßerkrankungen „die Reduzierung von tierischen Fetten beziehungsweise die Umstellung auf pflanzliche Fette empfohlen". Das ist in den Augen von Lebensmittelchemiker Udo Pollmer falsch. Der ehemalige Dozent an der Hochschule Fulda ist heute vor allem aus Funk und Fernsehen bekannt. „Ist der Mensch eine Staude oder ein Säugetier?", fragt der Wissenschaftsjournalist. Während Butter und Sahne so designed sind, dass der menschliche Körper sie optimal verwerten kann, trifft das für Pflanzenfette nicht zu. „Wenn die Natur das so gewollt hätte, würde die weibliche Brust gleich Rapsöl und nicht Muttermilch geben. Warum wandelt der Körper pflanzliche Fette konsequent in tierische um?", äußert sich Udo Pollmer gegenüber printzip.

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Gesundheit in der Antike

 

Medicus curat, natura sanat – Der Arzt behandelt, die Natur heilt

Der obige Ausspruch von Hippokrates (ca. 460-370 v. Chr.) hat noch heute in der Naturheilkunde Gültigkeit. Schon damals glaubte man an die Selbstheilungskräfte der Natur. Die Heilkunst des antiken Griechenlands kann als Wiege der europäischen Medizin angesehen werden. Einige der alten Methoden wurden noch bis ins 19. Jahrhundert angewandt, andere finden auch wieder Einzug in Therapiepläne. Die ältesten Schriften über diverse Heilmethoden stammen aber schon aus dem Alten Orient und sind über 2500 Jahre alt. Auch rechtliche Regelungen für den Arztberuf sind aus dieser Zeit bekannt. Zu jener Zeit führte man die Ursache für die Krankheit auf strafende Götter oder böse Dämonen zurück. Ähnlich wie im Alten Ägypten lag bei den Therapieformen ein großes Gewicht auf der Wiederherstellung der kultischen Reinheit. Im antiken Griechenland hing das Heilen zunächst ebenfalls von religiösen Deutungskonzepten ab. Den Heilgöttern huldigte man auf marmornen Inschriftplatten, in Votivgaben, Hymnen und Gebeten. In Marmorreliefs oder -statuen und Weihgeschenken wurden sie verewigt.

 

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Wozu Arznei? Ich habe doch die Kunst

Kunst und die Beschäftigung mit allem was zur Kunst dazu gehört, könnte als Luxus aufgefasst werden, für den erst dann Zeit und Geld vorhanden sind, wenn alle wichtigen Lebensprobleme bewältigt sind.
Zweifelsohne ist eine Welt ohne Kunst un-denkbar. Schon alleine dadurch, dass der Mensch zum Nachdenken angeregt wird, bewegt und verändert Kunst die Welt. Bewusst wird zunächst der Begriff Kunst nicht weiter definiert und allzu sehr eingeschränkt, denn es ist jedem überlassen, eine eigene Begriffsbestimmung zu finden.

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Frühjahrsmüdigkeit

Warum werden viele Menschen frühjahrsmüde, fühlen sich total schlapp und haben ständig Gähn-Attacken und das, obwohl sie ausgeschlafen sind? Irgendwie erscheint es doch unpassend, wenn draußen die Vögel beginnen zu trällern, alles ergrünt, die Blumen sprießen und die Sonne scheint.
Trotzdem erleben 50 bis 70 Prozent der Deutschen den saisonalen Umschwung als spürbare Anstrengung, sind schlapp, gereizt, lustlos und haben Konzentrationsprobleme. Manche erleben Schwindel und Kreislaufschwächen, sind wetterfühlig und den ganzen Tag abgeschlagen. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen und Rheumatiker reagieren besonders empfindlich.

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Tai Chi Chuan

Tai Chi Chuan ist ein inneres System (der Kampfkunst): Wenn die Bewegungen richtig ausgeführt und die Prinzipien verstanden werden, dann ist dies Tai Chi Chuan. Werden die Bewegungen nicht richtig ausgeführt und die inneren Prinzipien nicht verstanden, dann besteht kein Unterschied zu den Äußeren Kampfkünsten, selbst wenn die Bewegungen so aussehen." Tung Yin-Chieh, Yang-Stil-Meister der 4. Generation

 

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Dioxin auch in 60 Jahre alter Butter

Am 10. Juli 1976 kam es in einer Chemiefabrik in Italien, 20 Kilometer nördlich von Mailand, zu einem verhängnisvollen Unfall. Das Fabrikgelände grenzte an die Gemeinde Seveso. Dieser Umstand ist namensgebend für das Unglück. Seither macht das geflügelte Wort vom „Sevesogift" Dioxin die Runde. Dioxin ist das herausragende Thema in den Medien im jungen Jahr 2011.

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Udo Pollmer über Body-Mass-Mär und Co.

Lebensmittelchemiker Udo Pollmer besuchte am 14. Dezember Fulda, um an der Hochschule im Cafe Chaos einen Vortag zu halten. Der Saal war brechend voll und die Erwartung groß, gilt Pollmer doch als der „Ernährungspapst" in Deutschland. Nach Terminirritationen verzögerte sich der Beginn, doch dann war schnell die Stimmung oben, denn neben der Wissensvermittlung und der ihm eigenen Provokation ist Udo Pollmer vor allem ein humorvoller Zeitgenosse.

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