Fr

28

Apr

2017

„Sparen, sparen, sparen zu Lasten der Patienten“

Interview mit Rolf Müller (DGB) über den Pflegenotstand in Krankenhäusern

Überlastetes Pflegepersonal, Ärzt*innen mit wenig Zeit, kaum Eingehen auf die Krankheit und individuelle Bedürfnisse – viele Patient*innen in Krankenhäusern beklagen sich über diese und ähnliche Missstände. Laut dem Statistischen Bundesamt ist trotz steigender Fallzahlen in den letzten 25 Jahren die Zahl der Betten in deutschen Krankenhäusern gesunken, die durchschnittliche Verweildauer von Patient*innen hat sich fast halbiert. Wird in den Kliniken zu viel oder an den falschen Stellen gespart? Welche Folgen oder gar Gefahren kann dies für Patient*innen darstellen? printzip-Redakteur Markus Weber hat mit Rolf Müller vom Deutschen Gewerkschaftsbund gesprochen. Er war Pfleger im Klinikum Fulda sowie Mitglied des Personalrats und des Aufsichtsrats und kann somit Einblick in Abläufe auf der Station als auch in Ursachen und Hintergründe liefern.

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Do

02

Feb

2017

Was für ein Käse

Käse ist sehr vielfältig, und so ist auch sein Ruf. Eine pauschale Bewertung, wie gesund Käse ist, gibt es nicht. Die körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen spielen bei diesem Lebensmittel eine große Rolle.

Gefahren durch Rohmilch?
Ob von Kuh, Schaf oder Ziege: Ausgangspunkt für die Käseherstellung ist Milch. Je nach Sorte wird Rohmilch oder pasteurisierte Milch verwendet. Beim Pasteurisieren wird sie kurz auf mindestens 75 Grad erhitzt, wodurch die Keimzahl reduziert und die Haltbarkeit erhöht wird. Können Rohmilch und Rohmilchkäse gesundheitliche Gefahren bergen? In der Tat ist es möglich, dass Rohmilch durch die fehlende Pasteurisierung mit Bakterien, den Listerien, befallen sein kann. Eine sorgfältige Beachtung der Hygiene bei Herstellung und Lagerung kann dies aber verhindern. Schwangeren, Kleinkindern, Alten und Menschen mit schwachen Abwehrkräften wird empfohlen, Rohmilchprodukte zu vermeiden, da Listerien, falls doch vorhanden, für sie gefährlich werden könnten.

Weitere Inhaltsstoffe und deren Auswirkungen
Damit die Milch dick und zu Käse wird, werden ihr entweder Milchsäurebakterien oder das Enzymgemisch Lab zugesetzt. Lab kann tierisch sein und aus der Magenschleimhaut von Kälbern stammen. Es gibt aber auch mikrobielle Labaustauschstoffe. Jedoch sind diese bei etwa einem Viertel der weltweit produzierten Käsesorten durch gentechnisch veränderte Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze hergestellt. Laut EU-Lebensmittel-Informationsverordnung darf bei Käse die Zutatenliste fehlen, wenn nur die genannten Zutaten plus Salz verwendet wurden. Ist er darüber hinaus mit dem Anti-Pilz-Mittel Natamycin (auch als E 235 oder Konservierungsstoff deklariert) behandelt, sollte die Rinde großzügig abgeschnitten werden. Andere Zusatzstoffe sind für die meisten Menschen unbedenklich. Raucher*innen sollten aber darauf achten, nicht zu hohe Dosen Beta-Carotin (E 160a) und Annatto (E 160b) zu sich zu nehmen, da diese das Lungenkrebsrisiko erhöhen könnten. Da Käse natriumreich ist, sollte er bei Bluthochdruck eher wenig verzerrt werden.

Viel Eiweiß, aber manchmal auch viel Fett
Käse enthält viel Eiweiß und kaum Kohlenhydrate; viele Sorten so gut wie keine. Allerdings kann er auch viel Fett enthalten und sollte dann nicht zu oft gegessen werden. Anhand des Fettgehalts der Trockenmasse („Fett i.Tr.“) gibt es Sortenbezeichnungen: Mager- (weniger als 10 % Fett i. Tr.), Viertelfett- (mindestens 10 %), Halbfett- (20 %), Dreiviertelfett- (30%), Fett- (40 %), Vollfett- (45 %), Rahmfett- (50 %) und Doppelrahmstufe (60 %). Was genau jede Stufe zu bedeuten hat, dürfte wenigen klar sein - daher ist es sinnvoll, im Zweifel nach der Angabe des Fettgehalts zu schauen.
Käseersatz: Mogelpackung oder vegetarische Alternative?
„Analog-Käse“ ist nicht oder nur teilweise aus Milch hergestellt und beinhaltet als Ersatz tierische oder pflanzliche Fette, Aromen und Zusatzstoffe. „Käse“ als Bezeichnung, auch als Namensbestandteil, ist hierbei jedoch verboten. Aus gesundheitlicher Sicht ist zu sagen, dass das in ihm enthaltene pflanzliches Öl oft mehr ungesunde gesättigte Fettsäuren enthält und Kalzium fehlt. Jedoch ist mancher Käseersatz durchaus eine Variante für Veganer*innen und kann einen Eiweißlieferanten darstellen. So gibt es veganen Käse aus Kokosöl und Kartoffelstärke oder - gesünder - aus Nüssen, Soja oder Hefeflocken.

Allergien gegen Laktose und Milcheiweiß
Bei einer Laktoseintoleranz kann Milchzucker aufgrund eines Enzymmangels nicht verdaut werden. Die Anteile der Betroffenen variieren je nach ethnischer Herkunft sehr stark. Während Menschen mit afrikanischen und asiatischen Wurzeln zu über 90 Prozent betroffen sind, belaufen sich die Schätzungen für Menschen nord- und westeuropäischer Abstammung auf 5 bis 15 Prozent. Die Lebensmittelindustrie habe es aber geschafft, laktosefreies Essen zu einem modernen Lifestyleprodukt zu machen, so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Laktosefreie Lebensmittel seien oft teuer und in vielen Fällen überflüssig. Während laktosefreie Milch eine gute Alternative bei Intoleranz ist, sind viele andere Lebensmittel, wie extra als laktosefrei verkaufte Schnitt- und Hartkäse, Brot oder Putenaufschnitt unnötig, da in ihnen von Natur aus gar kein oder sehr wenig Milchzucker enthalten ist. Frisch- und Weichkäse enthalten dagegen mehr Laktose.
Daneben gibt es auch Allergien gegen Milcheiweiße. Das kann eine Allergie gegen Molkeneiweiß sein, das nur in Kuhmilch enthalten ist. Auch möglich ist eine Allergie gegen Casein, das nicht tierartspezifisch ist. In dem Fall müssen alle Milcharten vermieden werden. Das gesamte Milcheiweiß ist laut Institut für Ernährungsinformation (www.ernaehrung.de) in Trinkmilch, Buttermilch, Sauermilch, Joghurt und Kefir enthalten, wohingegen Quark oder Käse fast nur Casein enthalten.                             

 

Text und Foto: Markus Weber

erschienen im printzip, Ausgabe 2/2017

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Do

29

Sep

2016

Steffen Henssler im Interview: „Hund würde ich nicht probieren“

Steffen Henssler gilt als das Enfant terrible unter den deutschen Fernsehköchen, ist nicht selten vorlaut und nie um einen Spruch verlegen. Stets ist er bereit, sich mit anderen zu messen. Doch dabei zeigt er, dass er nicht nur umfassende Kochtechniken beherrscht, sondern vor allem ein Talent für Improvisation und Spontänität besitzt. Und sei es in der Küche oder im Fernsehen - in beiden ist das ohne Zweifel nützlich.
Steffen Henssler ist ein Show-Mensch. Und mit seiner neuen Show „Henssler tischt auf“ geht er nun wieder auf Tour und kommt am Sonntag, 30. Oktober, um 19 Uhr in die Esperantohalle nach Fulda.
printzip-Mitarbeiter Markus Weber sprach vorab mit Steffen Henssler über gesunde Ernährung, was in seiner  Live-Show passiert und fragte nach, ob er für die Leser*innen ein paar Tipps zum Kochen hat.

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Di

30

Aug

2016

Wasser lassen?

Wasser ist überlebenswichtig. Doch wie sauber ist unser Wasser? Gibt es gesundheitliche Gefahren? Welches Wasser sollten wir am besten trinken? Ist Mineralwasser besser als Leitungswasser?

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Do

30

Jun

2016

Zwei-Klassen-Medizin

Unterschied Privat- und Kassenpatienten: Ärzte in Fulda Rekordhalter

 

Kassenpatient*innen müssen im Schnitt 27 Tage länger auf einen Arzttermin warten als Privatversicherte. In Fulda ist der Unterschied besonders drastisch, wie eine Untersuchung belegt: 41 Tage warten sie dort im Durchschnitt länger. Für Ärzte gibt es einen starken Anreiz, privat Versicherte zu bevorzugen, da sie bei Privatpatient*innen häufig schlicht mehr Geld bekommen. Die Dringlichkeit einer medizinischen Behandlung und Gesundheit stehen so gegebenenfalls im Gegensatz zum Gewinndenken.

Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche (Grüne) haben bei 370 Fachärzten in Hessen um einen Termin gebeten - einmal als Kassen- und einmal als Privatpatient*innen. Das Ergebnis: Gesetzlich Versicherte bekommen einen Termin im Schnitt nach 38 Tagen, Privatversicherte warten 11 Tage. Nur bei 20 bis 30 Prozent der Praxen gab es keine unterschiedliche Behandlung. 2013 betrug die Differenz 20 Tage. In Fulda warten Kassenpatient*innen 56 Tage, 41 Tage länger als Privatpatient*innen. Die Fuldaer sind damit hessenweit Rekordhalter. Spitzenreiter war ein Hautarzt in Fulda: Einem Kassenpatienten wurde erst nach 224 Tagen ein Termin gegeben, dem Privatversicherten nach 7 Tagen.

 

Als Kassenpatient gar kein Termin


„Dringende Behandlungen und Notfälle leiden in Deutschland nicht unter Wartezeiten“, so Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Einen generellen Anspruch auf einen sofortigen Arzttermin gibt es nicht, Notfälle ausgenommen.“
Doch wie sieht es in Fällen aus, die nicht eindeutig als Notfall deklariert werden? printzip machte den Test: Bei einem Hautarzt in Fulda bekam ein Kassenpatient einen Termin nach 9 Wochen. Beim zweiten Hautarzt konnte nur ein Termin nach fünf Monaten angeboten werden, was nach Aussage der Sprechstundenhilfe „für Sie wahrscheinlich zu spät wäre“. Als Privatpatient dagegen wurde dort ein Termin gleich am nächsten Werktag angeboten. Die dritte Hautarztpraxis hatte eine extra Telefonnummer für Kassenpatienten, auf der zu erfahren ist, dass diese zurzeit nicht angenommen werden.

 

Tipps für Patient*innen


Was können Kassenpatient*innen tun, damit sie nicht erst sehr spät oder unter Umständen keinen Facharzttermin erhalten? Daniela Hubloher, Medizinerin in der Patientenberatung bei der Verbraucherzentrale Hessen, rät dazu, erst eine*n Allgemeinmediziner*in aufzusuchen und sich eine Überweisung geben zu lassen. Hat die Überweisung einen Dringlichkeitsvermerk, sollte das, so Daniela Hubloher gegenüber dem printzip, bei der Terminvereinbarung mit dem Facharzt auf jeden Fall betont werden. Ist auch in einem dringenden Fall erst sehr spät oder kein Termin beim Facharzt zu bekommen, empfiehlt es sich, darum zu bitten, direkt mit dem Arzt verbunden zu werden. Es sei laut der Patientenberaterin der Verbraucherzentrale ohnehin fraglich, ob das Sprechstundenpersonal qualifiziert ist abzuschätzen, wie schnell eine Behandlung geboten ist. Auch könne man den Allgemeinmediziner bitten, seinerseits einen Termin beim Facharzt zu vereinbaren. Das erhöhe die Aussicht auf einen (schnelleren) Termin, so Daniela Hubloher. Außerdiem bietet etwa die Hälfte der Krankenkassen Service-Telefone zur Vereinbarung von Terminen an, auch ohne Überweisung und Dringlichkeit.
Für Überweisungen mit Dringlichkeitsvermerk gibt es seit Januar die neue Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen bei (für Augen- und Frauenärzten ist dort keine Überweisung notwendig). Diese teilt innerhalb einer Woche einen Termin bei einem Facharzt innerhalb einer „zumutbaren Entfernung“ zu. Der Termin liegt in den nächsten vier Wochen. Der Nachteil bei den verschiedenen Terminvereinbarungsstellen ist, dass dadurch die freie Arztwahl nicht mehr gegeben ist. Petra Heß von der Unabhängigen Patientenberatung empfiehlt dennoch, diese Stelle zu nutzen. Die Terminservicestelle der KV Hessen ist montags bis donnerstag von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr erreichbar unter 069-4005000-0.

 

Zwei-Klassen-Medizin


Die Terminvereinbarungsstelle für dringende Fälle ist nicht freiwillig, sondern auf Druck des Gesetzgebers enstanden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen einräumt. Sie hat eigentlich den gesetzlichen Auftrag, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Laut Sozialverband VdK Hessen-Thüringen wurde das Angebot nicht richtig beworben.
Ein anderes Bespiel für die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland ist die weltweit einmalige Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Dies führt dazu, dass Spitzenverdienende mit steigendem Einkommen prozentual immer weniger für die Krankenversicherung zu zahlen haben, da es einen festen Maximalbetrag gibt.

 

Es gibt Alternativen

 

Eine tatsächliche Änderung in der Gesundheitspolitik müsste der Bundestag beschließen: Eine einheitliche, solidarische Bürgerversicherung für alle, wie sie Grüne, Linke und SPD fordern. Kordula Schulz-Asche führt aus: „Mit der Bürgerversicherung schaffen wir klasse Medizin für alle. Einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Bürgerversicherung ist eine gemeinsame Honorarordnung für Ärztinnen und Ärzte, damit es für gleiche Leistungen endlich das gleiche Geld gibt. Ärztinnen und Ärzte haben dann keinen Anreiz mehr, bestimmte Patientinnen und Patienten zu bevorzugen. Entscheidend für die Wartezeiten auf einen Termin bei Fachärzten wird dann allein die medizinische Dringlichkeit sein.“            

 

Markus Weber

erschienen im printzip 7/2016

 

Die Studie als Download (pdf):

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... zu kalt

... zu warm

Richtige Kleidung und das Zwiebelschalen-Prinzip


Wer sich warm anzieht, erkältet sich nicht. Blödsinn! Vor Viren kann Kleidung nicht schützen. Doch das Immunsystem wird gerne dann in Mitleidenschaft gezogen, wenn es draußen nasskalt ist und die Temperaturen sowie Feuchtigkeit an den Körper kommen. Auch zu wenig anzuziehen, wenn die Frühlingssonne dazu verleitet, ist problematisch.
Unterkühlung erhöht tatsächlich das Erkältungsrisiko. Gerade im Übergang zwischen kalter und warmer Jahreszeit sind manche Menschen schlicht falsch angezogen. Der gewohnte Griff zur Jacke des Vortags kann bei teilweise gründlicher Veränderung der Außentemperatur deutlich daneben gehen. Doch richtige Kleidung ist für den jeweiligen Nutzungszweck gar nicht so einfach zu bestimmen. Aufs Material kommt es nämlich an und ob den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen oder sich sportlich im Freien betätigt wird. Optische Gesichtspunkte werden oft bei der Auswahl von Kleidungsstücken überbewertet. Auch vermeintlich praktische Funktionskleidung kann in der Praxis die erhofften Effekte nicht immer erfüllen.
Zu warm angezogen, kann es zum Hitzestau kommen. Auch kann wer sich zu warm anzieht, ins Schwitzen kommen und letztlich kühlt der Körper auch auf diesem Wege aus. Atmungsaktive Kleidung ist also angesagt. Doch auch sie kann durchfeuchten, wenn zum Beispiel Regen lang genug auf die vermeintlich sichere Außenhülle der Outdoor-Jacke trifft. Hier gibt es zudem unterschiedliche Qualitäten, die nicht immer vom Preis abgeleitet werden können. Gegen Wind und die benetzende Wirkung von Nebel und schmelzendem Schnee schützt nur wasserabstossende Imprägnierung bzw. eine extrem feinporige Membrane aus wasserabstoßendem Material den zum Beispiel Gore-Tex, Texapore- oder Hardshell-Jacken haben. Mittels sogenannter Kapillarwirkung wird allerdings gerne an Nähten Wasser zum Körper gezogen. Daher müssen diese beispielsweise mit Wachs abgedeckt sein. Dies ist ein spürbarer Unterschied hochwertiger und weniger hochwertiger Verarbeitung.
Vorteilhaft ist ganz klar das Zwiebelschalen-Prinzip. Hierbei werden mehrere dünne Kleidungsschichten übereinander getragen. Das bietet gegenüber einem dicken Einzelstück den Vorteil, es kann gegebenenfalls durch das Ablegen einzelner Schichten das persönliche Wärmegefühl reguliert werden. Bei unsicherer Wetterlage empfiehlt es sich zum Beginn so einzukleiden, dass man beim rausgehen und langsamen Laufen nicht friert. Nach 10 bis 15 Minuten Spaziergang will man dann gerne zur Regulierung des Wärmehaushalts etwas ablegen. Wenn es zum Beispiel aufhört zu regnen, wird die leichte Deckschicht - eine Regenjacke - einfach ausgezogen. Ein mitgeführter Regenschirm ist so gesehen Bestandteil einer Zwiebelschalen-Kleidung und wenn es nicht gerade stürmt der besten Jacke überlegen.
Im Auto eine Ersatzjacke oder in der Handtasche ein paar Strumpfhosen liegen zu haben, kann von weiterhin großem Vorteil sein.
Doch vor dem Gang aus dem Haus will auch die Auswahl der nicht sichtbaren Unterwäsche wohl durchdacht sein. Lange Unterhosen halten warm und sollten bei längeren Außenaufenthalten bei unter -5 Grad Standard sein. Eine Mischung unterschiedlicher Materialien kompensiert die Nachteile von reiner Baumwolle. Denn diese kann sich im Gegensatz zu Polyester oder Polypropylen mit Wasser voll saugen, zulasten der Isolationswirkung. Ein hundertprozentiger Anteil synthetischer Fasern führt allerdings leicht zum Schwitzen. Und die lange Unterhose wird man beim Spaziergang dann auch nicht einfach los. Die Basisschicht - sprich Unterwäsche sollte hauteng anliegen. Dann erst ist ein guter Feuchtigkeitstransport gewährleistet.
Wärme verspricht insbesondere Wolle. Sie nimmt nur wenig Schweißgeruch auf, kann aber auf der Haut kratzen. Unter dem Wollpullover eine leichte Baumwollschicht zu tragen, kann dieses Problem beheben. Wolle kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Statt der viel zu warmen Winterjacke kann eine Weste den Oberkörper gezielt vor Kälte schützen. Bei synthetischem Material ist Fleece nach wie vor sehr beliebt. Es hat den Vorteil, dass die Kunstfaser recht dünn sein kann, dennoch ähnlich einem dicken Wollpullover wärmt. Fleece-Produkte gelten aber als nicht besonders umweltfreundlich, werden doch beim Waschen Kunsstoffteilchen freigesetzt, die sogar durch die Kläranlage kommen und über die Flüsse und Meere letztlich in der Nahrungskette landen.
Nicht zuletzt kann das Futter eines Kleidungsstücks fürs Wärmegefühl entscheidend sein. Wenn Jacken mit Daunen gefüttert sind, halten sie besonders warm. Daunenjacken sind allerdings schwer zu reinigen, muss doch das Wasservogelfett an den Federn erhalten bleiben. Einfach in die Waschmaschine geben, geht nicht. Doch auch andere Methoden in Mänteln und Jacken Luftschichten einzuschließen, lassen Spaziergänge im Kalten nicht zur Zitterpartie werden.
Um einer Erkältung wirklich aus dem Weg zu gehen, ist es besonders wichtig, kalte Füße zu vermeiden. Wasserdichte, gefütterte Schuhe sind auch in der Übergangsphase hin zum Frühling meist die richtige Wahl. Handschuhe machen bei Minusgraden Sinn.                Autor: Timo Schadt

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